Der junge Rinderzüchter Steve bewirtschaftet alleine den Hof seiner Mutter, nachdem der Vater verstorben ist. Er hat sich zudem als Schwinger einen Namen gemacht und versucht, durch den Sport seinen Frust darüber zu verdrängen, dass der Familienhof kurz vor dem Ruin steht. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, steht plötzlich Steves Bruder Joël wieder vor der Tür. Dieser schlägt ihm vor, an illegalen Boxwettkämpfen teilzunehmen, um schnell an das nötige Geld zu kommen, damit der Zwangsverkauf des Hofes gestoppt werden kann.
Der Schweizer Regisseur Pierre Monnard zeigt in Bisons eine ‹andere› Schweiz, die kalt, grau und neblig ist und in der man sich durchbeissen muss. Das tut er mit ungekünstelten Bildern, die die prekäre wirtschaftliche Situation von Schweizer Bauern ins Zentrum der Geschichte stellen. Die Grundinspiration dazu fand Monnard in seiner eigenen Kindheit. Er stammt aus einer Familie von Landwirten aus dem Kanton Fribourg, die selbst unter finanziellem Druck gelitten hat.
Auch die Schauspieler_innen tragen mit ihren ambivalenten Figuren viel zu dieser authentischen Stimmung bei. Hauptdarsteller Maxime Valvini beispielsweise, der hier in seiner ersten Rolle zu sehen ist, ist tatsächlich Schwinger und Kampfkunstsportler. Vor allem die Kampfchoreografien sind beeindruckend, weil Joseph Areddy mit seiner Kamera dabei stets nah an den Figuren bleibt und um sie herumwirbelt zwischen Blut, Schweiss und fliegenden Fäusten, so als wäre er mittendrin.
Pierre Monnard sagte im Interview mit Cinema dazu, dass es sein Ziel gewesen sei, einen viszeralen Film zu machen, «einen Social-Thriller, der aus dem Bauch kommt und den man fühlt». Die Kampfszenen wurden deshalb nicht gestellt, sondern in Echtzeit mit Profikämpfern gedreht. Für diese spezifischen Momente wählte Pierre Monnard ungewöhnliche Locations. Den winterlichen Wald von Sainte-Croix im waadtländischen Jura verband er in Marseille mit einem spektakulären Boxkampf in einer Salzwüste, die wie eine riesige Schneelandschaft wirkt. Monnard war es wichtig, die Landschaft als zusätzlichen Charakter in den Film zu integrieren.
Mit insgesamt sechs Nominierungen ging Pierre Monnards Boxerdrama als Topfavorit ins Rennen um den Schweizer Filmpreis 2024. Gewinnen konnte der schlagkräftige Film an besagter Verleihung schliesslich deren drei – für den besten Darsteller Karim Barras in der Rolle des Joël, für die beste Filmmusik von Nicolas Rabaeus und die beste Kamera von Joseph Areddy. Maxime Valvini war ebenfalls in der Darsteller-Sparte nominiert.
Der Schweizer Regisseur Pierre Monnard zeigt in Bisons eine ‹andere› Schweiz, die kalt, grau und neblig ist und in der man sich durchbeissen muss. Das tut er mit ungekünstelten Bildern, die die prekäre wirtschaftliche Situation von Schweizer Bauern ins Zentrum der Geschichte stellen. Die Grundinspiration dazu fand Monnard in seiner eigenen Kindheit. Er stammt aus einer Familie von Landwirten aus dem Kanton Fribourg, die selbst unter finanziellem Druck gelitten hat.
Auch die Schauspieler_innen tragen mit ihren ambivalenten Figuren viel zu dieser authentischen Stimmung bei. Hauptdarsteller Maxime Valvini beispielsweise, der hier in seiner ersten Rolle zu sehen ist, ist tatsächlich Schwinger und Kampfkunstsportler. Vor allem die Kampfchoreografien sind beeindruckend, weil Joseph Areddy mit seiner Kamera dabei stets nah an den Figuren bleibt und um sie herumwirbelt zwischen Blut, Schweiss und fliegenden Fäusten, so als wäre er mittendrin.
Pierre Monnard sagte im Interview mit Cinema dazu, dass es sein Ziel gewesen sei, einen viszeralen Film zu machen, «einen Social-Thriller, der aus dem Bauch kommt und den man fühlt». Die Kampfszenen wurden deshalb nicht gestellt, sondern in Echtzeit mit Profikämpfern gedreht. Für diese spezifischen Momente wählte Pierre Monnard ungewöhnliche Locations. Den winterlichen Wald von Sainte-Croix im waadtländischen Jura verband er in Marseille mit einem spektakulären Boxkampf in einer Salzwüste, die wie eine riesige Schneelandschaft wirkt. Monnard war es wichtig, die Landschaft als zusätzlichen Charakter in den Film zu integrieren.
Mit insgesamt sechs Nominierungen ging Pierre Monnards Boxerdrama als Topfavorit ins Rennen um den Schweizer Filmpreis 2024. Gewinnen konnte der schlagkräftige Film an besagter Verleihung schliesslich deren drei – für den besten Darsteller Karim Barras in der Rolle des Joël, für die beste Filmmusik von Nicolas Rabaeus und die beste Kamera von Joseph Areddy. Maxime Valvini war ebenfalls in der Darsteller-Sparte nominiert.