CINEMA #65
SKANDAL

Kein anderes Wort hat die jüngsten gesellschaftlichen Debatten gleichermassen bestimmt wie das vom griechischen ‹skandalon› abgeleitete, «Ärgernis, Anstoss, Fallstrick» bezeichnende. Im Kino haben sogenannte ‹Skandalfilme› eine lange Tradition. Sie zeigen – ob verschlüsselt oder unverschlüsselt – auf gesellschaftliche Missstände, hinterfragen verkrustete Normen oder Konventionen und erhalten deshalb den Stempel des ‹Skandalfilms› aufgedrückt.

CINEMA 65: Skandal beschäftigt sich mit «Skandalfilmen», der Hinterfragung dieses Begriffs, den üblichen Verdächtigen (u.a. Gaspar Noé, «Natural Born Killers»), aktuellen Skandalen wie die Vergabe des Oscars für den besten Film an «Green Book» sowie Skandalen, die auf den ersten Blick keine zu sein scheinen.

Zudem enthält das Jahrbuch einen exklusiven Filmbrief des Regisseurs Kaleo La Belle, in dem er von seinem neuesten Projekt berichtet.


Der Preis für das aktuelle CINEMA beträgt CHF 32.-/ EUR 25.-, im Abonnement CHF 24.- / EUR 19.90

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NEWS

Das schöne Töten oder: Gewaltfilme ≠ Gewaltfilme

Als Teaser zur neuen Cinema-Ausgabe präsentieren wir hier exklusiv einen vollständigen Essay aus dem Band Cinema 65: Skandal, der im Januar 2020 erschienen ist. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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Nyon ist nur einen Mausklick entfernt

David Grob wirft einen persönlichen Blick auf die diesjährige Ausgabe des Visions du Réel, die gänzlich im Internet stattfand. Er findet zahlreiche Vorzüge, vermisst dann aber doch die Unmittelbarkeit der Vorführung im Kino.

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Gjinovci gelingt mit Wake Up on Mars ein sehr intimes Portrait einer Migrationsgeschichte, das mit seiner starken, zuweilen metaphernhaften Bildsprache überzeugt. Der Film lief im Wettbewerb der Onlineausgabe des Visions du Réel.

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Als in den 1980er-Jahren die Heroinkrise zahlreiche Opfer fordert, üben sich die meisten Samedaner darin, die Tatsachen zu verschweigen. Jahrzehnte später macht sich Ivo Zens Film daran, Erinnerungen an die damalige Zeit und deren Opfer zu wecken.

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Animationsfilmerin Maja Gehrig wagt sich in ihrem spektakulärem Kurzfilm Average Happiness an die Visualisierung von Statistiken. Abstrakte Assoziationen auf der Bildebene bieten ein unvergleichliches, sinnliches Erlebnis.

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