CINEMA #67
TRENNLINIEN

In dieser Ausgabe stellen wir die Frage ins Scheinwerferlicht, welche gesellschaftlichen und kulturellen Trennlinien sich durch die Schweizer Film- und Medienlandschaft ziehen. Dazu gehen die Beiträge des Bandes der Frage nach, wie soziale und kulturelle Ausgrenzung im Film verhandelt und gesellschaftliche Diversität bekräftigt werden können. Durch das Buch ziehen sich Statements von Schweizer Filmfestivals, die in ihrer Konzeption der kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt des Filmschaffens einen besonderen Platz einräumen. Dabei werfen sie nicht nur Fragen der Programmgestaltung auf, sondern auch die der sozialen Zusammensetzung des Publikums und der Grenzen des Anspruchs auf Mainstream-Appeal. Wie in jedem Band wird die Breite und Tiefe des aktuellen Filmschaffens durch eine Fülle von Kurzrezensionen ergänzt.


Der Preis für das aktuelle CINEMA beträgt CHF 32.-/ EUR 25.-, im Abonnement CHF 24.- / EUR 19.90

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zum Buch...

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Harald Naegeli – Der Sprayer von Zürich

Eine leichtfüssige Hommage an den Schweizer Pionier der Street Art: Harald Naegeli. Der jung gebliebene Kunstrebell steht im Zentrum des Doku-Porträts von Nathalie David und gewährt mit seinen amüsanten Bonmots Einblick in sein Werk und Denken.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Pas de deux

Auch in Angesicht des Todes ihres Grossvaters ringen die zwei Brüder um das Weiterleben, ebenso wie die zwei Kämpfer dies am Boden in der Schlussszene des Filmes tun – verbunden und dennoch alleine.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Écorce

Im dokumentarischen Animationsfilm Écorce haben Samuel Patthey und Silvain Monney subtile Impressionen aus der Umgebung eines Alterswohnheims eingefangen. Die meisterliche Reduktion aufs Notwendigste brachte ihnen zahlreiche Auszeichnungen ein.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

To the Last Drop

Gnadenlos ehrlich schildert Simon Schnellmann in seinem Animationsfilm To the Last Drop den Kampf eines Tumorpatienten auf Leben und Tod. Trotz der makabren Thematik inszeniert Schnellmann dieses Drama mit einer verspielten Leichtigkeit.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Drii Winter

Michael Koch erzählt das Drama um einen Bauern, der unfreiwillig zum Unangepassten wird, und in der eng verbandelten Berggemeinschaft schon bald keinen Platz mehr findet.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Und morgen seid ihr tot

Wie Steiner hier im mehrheitlich in der Pandemie und an Orten in Indien und Südspanien aufwändig gedrehten Film Spannungskino mit realem Stoff verbindet, ist bemerkenswert und im Schweizer Filmschaffen eine Seltenheit.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Tides

Knapp zehn Jahre nach seinem stimmigen Erstlingsfilm Hell (2011) visualisiert der Basler Regisseur Tim Fehlbaum mit seinem englischsprachigen Debüt wiederum eine temporeiche und kluge Dystopie.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Mitholz

In Mitholz lauert hinter einer Felswand eine ungeahnte Gefahr aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Dokumentarfilmer Theo Stich recherchierte zur fatalen Explosion eines Munitionslagers im Jahr 1947, als diese für das Dorf plötzlich neue Aktualität erhielt.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Unrueh

Unrueh erzählt mit subtilem Humor die Geschichte anarchistischer Uhrenmacher:innen im Jura im 19. Jahrhundert. Ihre klandestinen Aktivitäten sind eingebettet in eine akribische Arbeitskultur, verkörpert durch die Präzision des Schweizer Uhrwerks.

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Presque

Der ernsthafte, befreiende, unsentimentale und selbstironische Umgang mit Behinderung plädiert für ein versöhnliches Miteinander, selbst wenn Unterschiede wie Alter und soziale Schicht zahlreiche Reibungsflächen bieten.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Markus Imhoof – Rebellischer Poet

Der Film Stefan Jägers nimmt uns auf eine Reise durch das filmische Schaffen eines der bedeutendsten Schweizer Filmemacher mit. Es werden verschiedene Etappen seines Lebens beleuchtet, von den rebellischen Anfängen bis zur weltweit anerkannten Karrierre.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Mother Lode

Die Kombination aus langen, langsamen, aber nie langatmigen Kameraeinstellungen und indirekter Dramatik in Mother Lode verleihen dieser existenziellen Geschichte eine Sprengkraft, wie sie in aufgenommenen Goldminen oft zu finden ist.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

17. Zurich Film Festival – Grosses Kino, kleines Kino

Doris Senn schaut zurück auf die diesjährige Ausgabe des ZFF, das neben einem Best-of der vorangegangenen Festivals auch 11 Schweizer Weltpremieren zeigte.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Sognando un'isola

Sognando un'isola erinnert an die Ruinen-Fotografie, auf Englisch auch als ruin porn bezeichnet, ein junges Genre der Fotografie, das den Verfall von Gebäuden, industriellen Orten und Städten zum zentralen Thema macht.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Ostrov – Die verlorene Insel

Der Hauptprotagonist des von Svetlana Rodina und Laurin Stoop gemeinsam auf einer russischen Insel im Kaspischen Meer gedrehten Dokumentarfilms fährt uns, auf dem Heck seines Motorbootes sitzend, Richtung Horizont, bis er dort die Küstenwache erblickt.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

La Mif

La Mif begleitet Mädchen in einem Jugendheim auf ihrem schwierigen Weg ins Erwachsenenleben. Von Laiinnen herausragend gespielt, schuf der Genfer Fred Baillif einen ebenso komplexen wie packenden und äusserst authentisch wirkenden Spielfilm.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Loving Highsmith

Highsmith machte früh Furore mit dem Erfolg ihrer Werke – als Person galt sie als schwierig und unnahbar. Mit ihrer ‹Liebesbiografie› gelingt Vitija über Highsmiths lesbische Liebesbeziehungen ein erfrischender Einblick auf die weltberühmte Autorin.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Taming the Garden

Als poetische Parabel inszeniert Salomé Jashi die reale Geschichte des georgischen Milliardärs und Ex-Premiers Iwanischwili, der über 100-jährige Bäume unter grossem Aufwand ausgraben lässt, um sie in seinem privaten Paradiesgarten wieder einzupflanzen.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Citoyen Nobel

Nachdem Jacques Dubochet den Chemienobelpreis erhält, wird er zur öffentlichen Figur. Als die Klimabewegung an Fahrt gewinnt, weiss er, für welches Anliegen er seine Stimme einsetzen will. Dokfilmveteran Stéphane Goël folgt ihm durch das neue Leben.

AKTUELLE FILMKRITIKEN

Miraggio

Die Flucht vor Krieg und Elend hat fünf junge Männer nach Italien geführt. Das Debüt von Dokumentarfilmregisseurin Nina Stefanka zeigt in stillen Bildern ihre seelischen Wunden, die Schutzlosigkeit vor den Behörden und das Ringen um Würde.

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