CINEMA #63 CALL FOR PAPERS

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Liebe Autorinnen und Autoren,

die kommende Ausgabe des CINEMA-Filmjahrbuchs widmet sich dem Thema «Zukunft». Die Zukunft als Begriff und Motiv wirft auch immer die Frage nach der Gegenwart auf: Mit welchen Ideen, Wissensbeständen, Ideologien und Technologien wird operiert? Unsere Visionen der Zukunft sind an kollektive und individuelle Vorstellungen vom Wesen des Menschen und der Gesellschaft geknüpft. Dadurch ist das Thema «Zukunft» ein idealer Ausgangpunkt, um über alle möglichen Arten von Veränderungen und Visionen in Bezug auf den Film nachzudenken.

Gerne möchten wir Sie dazu anregen, über Zukunft und Film in ästhetischen, narratologischen, Filmgeschichtlichen, Filmanalytischen, Filmsoziologischen, rezeptiven und produktionstechnischen Kategorien zu reflektieren. Welche gesellschaftliche Rolle wird der Film in Zukunft spielen? Welche neuen Filmischen Formen technischer, ästhetischer und inhaltlicher Natur werden entstehen? Wie wird sich folglich unsere gängige Vorstellung von Filmischer Realität verändern? Was für neue mediale Formen wird die Medienkonvergenz hervorbringen? Wie werden wir Filme in Zukunft konsumieren? Welche Bedeutung werden Filmarchive in Zukunft haben? Wie werden Filme künftig produziert und realisiert werden? Wie werden sich visuelle Effekte weiterentwickeln? Welche Art von Geschichten wird man erzählen, welche Genres werden entstehen bzw. vergehen? Welche Zukunft hat die Filmwissenschaft, wenn sie sich von einer Kinowissenschaft wegbewegen muss?
Neben diesen zahlreichen Gedankenexperimenten, wie sich Film in Zukunft entwickeln könnte, sind auch innovative Beiträge zu Filmischen Utopien, Dystopien, Science Fiction, Flashforwards oder künstlicher Intelligenz und Film willkommen. Dazu gehört auch die spannende Frage, wie man sich die Zukunft des Films im Verlauf der Filmgeschichte vorgestellt hat.

Das Jahrbuch richtet sich an ein breites Filminteressiertes Publikum, das Filmbegeisterte jeden Hintergrundes umfasst: Dementsprechend kann die Textform vom essayistischen Text bis zur wissenschaftlichen Abhandlung reichen, sollte aber dennoch gut verständlich bleiben. Die Textlänge ist auf 25’000 Zeichen – inklusive vorsichtig eingesetzter Fussnoten – begrenzt.

Bitte schicken Sie Ihr Exposé bis zum 3. April 2017 an die Mailadresse der Redaktion «info@cinemabuch.ch» oder direkt an ein Redaktionsmitglied. Die CINEMA-Redaktion freut sich auf Ihre kreativen Ideen!

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Redaktion CINEMA: Jessica Berry, Selina Hangartner, Manuel Joller, Simon Meier, Marian Petraitis, Rowena Raths, Stefan Staub, Laura Walde, Stephanie Werder, Valentina Zingg
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