CINEMA #62
PROBLEMZONE

«Was deine Problemzonen über deinen Lebensstil verraten», wollen Frauenmagazine wissen. Andere versprechen wiederum Heilung in Form von massgeschneiderten «Work-outs für jede Problemzone». Das CINEMA-Jahrbuch möchte Ihnen, liebe Leserschaft, dieses Jahr hingegen nahelegen, die Problemzone einmal, weniger oberflächlich, in einem anderen Bereich – im filmischen – zu denken.

Problemzonen tun sich im Kino des Öfteren auf. Sie dienen als Motivation und Antrieb gesamter Handlungen, etwa in Filmen, die sich den Konflikten in einer geografischen oder soziokulturellen Umgebung widmen, oder in solchen, die problematischen Konstellationen zwischenmenschlicher Beziehungen auf den Grund gehen. Hans Jürgen Wulff in seinem Beitrag zu The Lady in the Van (Nicholas Hytner, UK 2016) und umschreibt damit die problembehaftete Grundkonstellation beinah aller Begegnungen im öffentlichen Raum. Im «CH-Fenster» fasst Mattia Lento fasst den Bau des ersten Gotthard-Eisenbahntunnels als Variante einer «chirurgischen Operation» zusammen, von der aus er verschiedenen Narrativen auf den Grund geht. In diesem Jahr stammt der Filmbrief aus «Tinseltown». Darin verrät uns Rahel Grunder, dass die praktische Arbeit an Serien wie Mad Men (Matthew Weiner, US 2007– 2015) wohl glamouröser klingt, als sie in Wirklichkeit ist. Unsere Filmkritiken in der Rubrik «Sélection Cinema» schliesslich bieten wie immer einen repräsentativen Querschnitt durch das aktuelle Schweizer Filmschaffen.


Der Preis für das aktuelle CINEMA beträgt CHF 32.-/ EUR 25.-, im Abonnement CHF 24.- / EUR 19.90

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